Industriellenvereinigung
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IV-Präsident Dr. Veit Sorger |
Unternehmen und Zivilgesellschaften haben gemeinsam, dass ihnen eine wachsende Bedeutung für die gesellschaftliche Zukunft zugeschrieben wird: Der Staat kommt in der Einlösung seiner sozialen Verantwortung ohne Hilfsorganisationen, eigenverantwortlichen Bürgerinnen und Bürgern und freiwilligem Engagement nicht mehr aus. Immer stärker werden auch Unternehmen zu gesellschaftlichen Akteuren, die wachsende Bedeutung von CSR- und Nachhaltigkeitskonzepten ist ein Indikator dafür.
Angesichts auch des demografischen Wandels sind Umdenkprozesse notwendig, die jedoch nicht nur von der Gesellschaft gefordert und von der Wirtschaft getragen werden können. Es braucht einen gesamtgesellschaftlichen Konsens für unsere gesellschaftliche Zukunft. Und es braucht Kooperationen zwischen der langfristig denkenden Zivilgesellschaft und der nachhaltig handelnden Wirtschaft.
Man kann sogar einen Schritt weiter gehen: Wirtschaft und Zivilgesellschaft können im Zusammenspiel Synergien schaffen und nutzen. Der Austausch von Know-how und sozialer Kompetenz, die Aufwertung freiwilligen Engagements, das Kennenlernen der anderen Sichtweise sind für alle Beteiligten von Vorteil.
Auch wenn wir in Österreich auf ein dichtes soziales Netz stolz sein können, das nicht zuletzt von den Unternehmen finanziert wird, so gibt es Menschen in Not, die auch außerhalb dieser Strukturen unser aller Hilfe bedürfen. Die Industrie nimmt auch diese Verantwortung wahr.
Die Österreichische Krebshilfe, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene aber auch ihre Angehörigen auf einem schweren Weg zu begleiten, ihnen Rat, Hilfe und vor allem seelischen Beistand zu geben. Durch ihr unermüdliches Engagement, das Bewusstsein für Vorsorge und Früherkennung gelingt es aber immer öfter, dieser Krankheit entgegenzutreten und ihr den ärgsten Schrecken zu nehmen.
Ich darf im Namen der Industriellenvereinigung zum 100-jährigen Jubiläum gratulieren!

